Summer Jazz

Summerjazz 2015

Im rheinischen Hilden wird Jazz bereits seit Jahren groß geschrieben: mit einem Jazzfestival, das jährlich mit zahlreichen Größen der nationalen und internationalen Szene punktet, mit der seit 2006 vierzehntägig stattfindenden Session-Reihe „Blue Monday“, die jedes Mal durch lebendiges Zusammenspiel von hochkarätigen Musikern besticht, mit einer Reihe ausgewählter Jazzkonzerte im QQTec und einem begeisterungsfähigen Publikum, ist die „Mittelstadt“ zwischen Köln und Düsseldorf inzwischen zu einem Zentrum des zeitgenössischen Jazzgeschehens avanciert. Was liegt also näher, als die Liebe zu dieser Musik ganz praktisch anzupacken und hier nun all denen (Berufsmusikern wie Amateuren), die selber Jazz spielen oder lernen wollen, die Möglichkeit zu bieten, mit anderen Musikern zusammenzutreffen, Jazzmusikern der Spitzenklasse auf die Finger zu gucken, von ihnen zu lernen und mit ihnen und miteinander zu musizieren? 2015 findet der Summerjazz Hilden zum siebten Mal statt. Während er 2009 noch 44 Teilnehmer zählte, treffen sich mittlerweile 80 und mehr Musikbegeisterte zum jährlichen Workshop. Mindestens ein Drittel, manchmal auch die Hälfte, sind „Wiederholungstäter“. Die Teilnehmer kommen vorwiegend aus Hilden und NRW, aber auch aus Nürnberg, Frankfurt, Heidelberg, Stuttgart, München, Karlsruhe oder Berlin, sowie aus Schweden, Dänemark, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien. Der Grundgedanke für diesen Workshop ist es, ein lebendiges Musikerlebnis zu schaffen, bei dem erfahrene Musiker als Dozenten aus 5 Ländern (Deutschland, Italien, Ungarn, Schottland und den USA) ihr Können und ihr Wissen weitergeben; bei dem Profimusiker ihr Wissen vertiefen können, wo Amateure angeleitet werden, ihre Fähigkeiten zu perfektionieren und wo Jugendlichen der Einstieg in die faszinierende Welt des Jazz ermöglicht wird. Die bisher jüngsten Teilnehmer des Summerjazz sind 14 Jahre alt, der älteste ist 78 – jazzbegeisterte Amateure, Halb- und Voll-Profis, die vor allem eines tun: Jazz lernen, hören, verstehen und SPIELEN. Dies alles findet im Ambiente und in der entspannten „unakademischen“ Atmosphäre des Haus Kolksbruch statt, wo das Miteinander so leicht und spielerisch ist, wie das Wesen der Musik, die dort gespielt wird.

Kursinhalt

Das gemeinsame Musizieren in unterschiedlichen Ensembles steht im Mittelpunkt des Workshops. Der Kurs beginnt mit Instrumentalunterricht. Danach werden die Teilnehmer entsprechend ihrer Fähigkeiten am Instrument und musikalischen Vorkenntnisse in Bands eingeteilt, die im Laufe des Workshops nachmittags unter der Anleitung unserer Dozenten proben. Hierbei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die unterschiedlichen Teilnehmer (jüngere und ältere, wenig Fortgeschrittene und angehende Profis, „Wiederholungstäter“ und „Neuzugänge“) so in Bands zusammengefasst werden, dass sich einerseits bunte Mischungen ergeben, aber auch spielbereite Bands entstehen, in denen jeder von jedem lernen kann. Die Inhalte der Bands respektive die Stücke, an denen gearbeitet wird, werden individuell innerhalb der Bands abgestimmt. Das Ziel ist, erarbeitetes Material beim Teilnehmerabschlusskonzert im Blue Note, dem Hildener Jazzclub, aufzuführen. Bei Bedarf wird zusätzlich ein Einsteiger-Workshop angeboten, in dem „Jazzneulinge“ zu einem Ensemble zusammengefasst und per „learning by doing“ mit dem für das Jazzspielen notwendigen Basiswissen vertraut gemacht werden.
Die Kursteilnehmer werden vormittags in Einzel- und Gruppenunterricht betreut und haben auch Zeit zum Üben und Vertiefen der Kursinhalte.
Das Kursprogramm wird abends ergänzt durch einen Recording Workshop, musiktheoretische Vorlesungen (z. B. Akkordstufensystem, Akkordbezifferung, Gehörbildung, Komposition etc.), eine Big Band (unter der Leitung von Matthias Bergmann) und Jam Sessions.

Im Rahmen des Kurses finden drei Konzerte statt:

  • Am Donnerstagabend das Dozentenkonzert
in der Turnhalle des Instituts
  • Am Freitagabend das Teilnehmerabschlusskonzert
in der Blue Note Bar
  • Am Samstagvormittag das Bigband Konzert
in der Turnhalle des Instituts

Vocaljazz 2015

Dem Gesang gebührt eine besondere Rolle in der Jazzmusik. Gesang ist Musik pur; die ursprünglichste, auf gewisse Art „einfachste“ Musizierform und zugleich der filigranste, direkteste,
farbenreichste und persönlichste Bereich der Musik. Dieser speziellen Rolle werden wir auch mit einem speziellen Workshop gerecht und widmen dem Jazzgesang einen eigenen Workshop. Die Teilnehmer des New Year Vocaljazz werden in jeder Hinsicht von unseren Erfahrungen aus nun sechs Jahren Instrumentaljazz- und 4 Jahren Vocaljazzworkshop profitieren.

Das Haus Kolksbruch, diese tolle Location, steht uns auch für den Vocaljazz zur Verfügung, und so werden die Teilnehmer einen professionellen Ablauf, eine freundliche Umgebung im Park, eine nette Unterbringung und eine gute Küche erleben.

Unser Kurs ist für Einsteiger und Amateure ebenso gewinnbringend, wie für Pop-/Rock- oder Klassikprofis mit Fortbildungswünschen im Bereich Jazz. Die vergangenen Workshop haben
gezeigt, daß ein Teilnehmermix aus „Beginners“ und „Professionals“, und gerade der Kontakt zwischen diesen verschiedenen Levels, den Workshop zu einer besonders reichen Erfahrung werden lässt. Die Namen der Dozenten sprechen für sich und garantieren einen Unterricht auf höchstem Niveau, der auch Teilnehmern mit verschiedenem Wissensstand, Vorkenntnissen und stilistischen Vorlieben gerecht wird.

Wichtig ist uns praxisnahes Arbeiten: sowohl für die Proben, als auch für die Auftritte, werden zwei komplette, hochkarätig besetzte Bands zur Verfügung stehen. Neben der Arbeit im Unterricht und in den Bands werden wir im Verlauf der drei Tage Infos und Vorträge über Jazzharmonielehre und Rhythmik, sowie zu allgemeinen Aspekten des Musikbusiness für Sänger anbieten. Zur Begleitung der Sängerinnen und Sänger stehen während des Workshops zwei komplette, hochkarätig besetzte Bands zur Verfügung, um beim Musizieren wirkliche Praxisnähe zu bieten.

 

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